Sonntag, 10. August 2014

1. Wolgaster Papiertheatertage - ein Kurzbericht über den 3. Tag und ein kurzes Video


Die Papiertheaterwelt hat einen weiteren interessanten Punkt erhalten: WOLGAST! Zunächst gilt mein uneingeschränkter Dank dem Schöpfer und unermüdlichen Organisator der ERSTEN WOLGASTER PAPIERTHEATERTAGE  vom 1. Bis 3. August 2014:  ROBERT JÄHRIG!!! Er und alle seine fleißigen Helfer und Unterstützer  VOR DEN VORHANG!!!!

Obwohl ich bloß am Sonntag als Zuschauer gemeinsam mit meiner Frau 5 Veranstaltungen besuchen konnte, durfte ich eine große Bandbreite der Möglichkeiten, die Papiertheater bietet, erleben. In den verschiedenen, teilweise sehr romantischen Veranstaltungsorten präsentierten Papiertheaterspieler aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden „ihre Stücke“. Dabei wird mir besonders das „hausgemachte“ Buffet in der Mühle in Erinnerung bleiben. Meine lieben Grüße und mein Dank für die wirklich herzliche Gastfreundschaft gehen an dieser Stelle ganz besonders von Wien nach Wolgast!! Für alle die nicht in Wolgast waren möchte ich diesen kurzen Teilbericht veröffentlichen.

Bei diesen 1. Wolgaster Papiertheatertagen fanden alle, was sie gerne wollten. Die Liebhaber des häuslichen,  familiären Papiertheaters waren z.B. bei den HOSEN DES HERRN VON BREDOW  in der für sie richtigen Vorstellung. Der öffentliche Applaus wird die Macher des Thalia Theaters, die sich erst seit einiger Zeit mit dem Papiertheater beschäftigen und sich schon dem Publikum stellen, zum Weitermachen anspornen.

In der Mühle am Paschenberg waren auch alle jene Zuschauer, die das klassische Papiertheater lieben gut aufgehoben.  Der Hausherr und Gründer der Wolgaster Papiertheatertage, Robert Jährig, brachte  Louis Stevensons DIE SCHATZINSEL. Proszenium und Figuren, Dekorationen   (und wahrscheinlich auch der Text) zum Stück stammten vom Verlag C. Allers. Das Gewitter, welches während des Stückes vor der Mühle niederging, war köstliche Tonkulisse für dieses „Seeräuberstück“.

Für die Liebhaber von Wagner-Opern in Kurzfassung  (z.B. ich) war DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, gespielt von Brigitte Lehnberg und einer Mitspielerin (FABULAS PAPIERTHEATER), auf dem Fährschiff, die erste Adresse.  Zwischen der rasanten Sturmszene zu Beginn und der „Gondelfahrt als Schattentheater“ als Schlußbild waren Bühnenbilder, Figuren, Wagner-Musik Schlager und Text mit Lust am Fabulieren sehr erfolgreich zusammen gewürfelt. Man darf auch weitere Wagner-Opern aus dieser Werkstatt hoffen.

Benno Mitschka vom Multum in Parvo Papiertheater  brachte für jene, die perfekte Technik vom Papiertheater erwarten,  im Studioraum der Alten Post DIE ZAUBERFLÖTE mit detailreichen Bühnenbildern und Prospekten. Vor allem aber punktete das MULTUM IN PARVO PAPIERTHEATER-Team mit den offenen und schnellen Verwandlungen. Bühnentechnik umrahmt von einer „Ein-Stunden-Fassung“ der Mozart-Oper.

Aber auch jene Zuschauer, die die pure Phantasie bei Papiertheaterstücken schätzen wurden in Wolgast von HAASES PAPIERTHEATER mit „Vom Zauber des Rheins“ ausgezeichnet bedient. Mit einem Minimum an Technik wurden die papertheaterbegeisterten Zuschauer in das Reich der Sagenwelt rund um den Rhein gezogen. Die Vermengung zwischen Realität und Sage war allgegenwärtig.

Hier ein kleines Video: http://youtu.be/rC2mXAqbA4k

Schade, daß ich nur am Sonntag dabei sein konnte, aber großartig, was ich an diesem Tag erleben durfte.

Mittwoch, 23. April 2014

Papiertheaterausstellung 1986 in Wien - ein Artikel

Ein Schatz in den Tiefen der "Ablage"

Es war in der mite der 1980er Jahre, als ich den Sammler Dr.Herbert Zwiauer kennenlernte. Er machte mich damals auf eine Papiertheaterausstellung im Wiener Volkskundemuseum aufmerksam, für die er eine Reihe von Exponaten vorbereitete. Ich zeichnete damals nebenberuflich für die Zeitschrift NEUE ILLUSTRIERTE WOCHENSCHAU die politische Karikatur. Beieiner Redaktionskonferenz erzählte ich dem Chefredakteur von dieser Ausstellung, worauf ich sofort den "Auftrag" erhielt, darüber einen Beitrag zu schreiben.
Jetzt, 28 Jahre später, fand  ich diese Ausgabe, gut aufgehoben, in den Tiefen meiner Archive und dachte mir, daß es eigentlich schön wäre, diesen Artikel den Lesern meines blogs zur Verfügung zu stellen.



Dienstag, 1. April 2014

Papiertheatertage in Wolgast an der Ostsee


Wolgast auf der Insel Usedom vom 1. bis 3. August 2014 im Brennpunkt der Papiertheaterwelt


13 Papiertheaterbühnen aus Deutschland, den Niederlanden und aus Dänemark möchten in den ersten Augusttagen, in der Ostseestadt Wolgast,  mit insgesamt 54 Vorstellungen das romantische Spiel mit den Papierfiguren und Bühnenbildern einem interessierten Publikum vorstellen.

Robert Jährig, Prinzipal des Heringsdorfer Papiertheaters und Veranstalter dieses Papiertheaterfestes, ist hinsichtlich des Besuchs der sehr vielfältigen Vorstellungen sehr zuversichtlich. Auf der Insel Usedom gibt es während der Sommerferien fünfmal so viele Besucher bzw. Urlauber wie Einwohner. Aus ganz Deutschland und dem Ausland, sind dann Menschen dieser Region unterwegs.

Die Wolgaster Papiertheatertage  haben aber auch das Ziel, Papiertheaterspielern aus Deutschland und dem deutschsprachigen Raum Gelegenheit bieten sich kennenzulernen. Nicht zu kurz soll auch der  Kontakt zwischen Spielern und Besuchern kommen, mit Blick hinter die Kulissen inklusive.
Zu sehen sein werden Märchen, Dramen, Opern, Operetten und Komödien, populäre Opern, Schauspiele und Märchen und moderne Stücke, zu Papiertheaterstücken umgeschrieben, kommen zur Aufführung.
Außerdem wird es Workshops geben, bei denen Kinder die Möglichkeit erhalten, sich ihr eigenes Papiertheater zu bauen. Vielleicht kann da und dort der Zauber dieser Illusion den Grundstein für eine mögliche Papiertheaterleidenschaft bei manchen Besuchern dieses Festivals legen.

Der Spielplan

Der Spielplan sieht jedenfalls sehr vielversprechend aus und wird ein sehr breites Spektrum von Urlaubsgästen ansprechen:

 
Freitag 1.August 2014

14.00

Land ohne Musik Vischmarkt Papiertheater

Hänsel u. Gretel auf Hessisch Hanauer Papiertheater

Der Freischütz Papirniks Papiertheater

Martha oder der Markt zu Richmond Papiertheater am Ring

15.30

Die Schatzinsel  Papiertheater Heringsdorf

Vom Zauber des Rheins Haases Papiertheater

Von den Fischer un siene Fru Invisius

Der fliegende Holländer FABULA`S Papiertheater

17.00

Die Hosen des Herrn v. Bredow Thalia Papiertheater

Ein Sommernachtstraum Erstes Freiburger Papiertheater

Ehrengard Svalegangens Dukketeater

Das Magische Theater Römers Privattheater

19.30

Die Zauberflöte* Multum in Parvo Papiertheater
 
Sonnabend 2.August 2014

10.00

Die Zauberflöte Multum in Parvo Papiertheater

 Vom Zauber des Rheins Haases Papiertheater

 Hänsel u. Gretel auf Hessisch Hanauer Papiertheater

 Bimbo und sein Vogel FABULA`S Papiertheater ab 4

 

11.30

 Ein Sommernachtstraum Erstes Freiburger Papiertheater

 Land ohne Musik Vischmarkt Papiertheater

Von den Fischer un siene Fru Invisius

Die Hosen des Herrn v. Bredow Thalia Papiertheater

Das Magische Theater Römers Privattheater

14.00

Die Schatzinsel Papiertheater Heringsdorf

Der Freischütz Papirniks Papiertheater

Martha oder der Markt zu Richmond Papiertheater am Ring

Der fliegende Holländer FABULA`S Papiertheater

15.30

Hänsel u. Gretel auf Hessisch Hanauer Papiertheater

Von den Fischer un siene Fru Invisius

Die Hosen des Herrn v. Bredow Thalia Papiertheater

Das Magische Theater Römers Privattheater

Ehrengard Svalegangens Dukketeater

17.00

Land ohne Musik Vischmarkt Papiertheater

Ein Sommernachtstraum Erstes Freiburger Papiertheater

Der Freischütz Papirniks Papiertheater

Vom Zauber des Rheins Haases Papiertheater

Die Schatzinsel Papiertheater Heringsdorf

19.30

Die Zauberflöte Multum in Parvo Papiertheater

Das Magische Theater Römers Privattheater

Ehrengard Svalegangens Dukketeater

Martha oder der Markt zu Richmond Papiertheater am Ring

Der fliegende Holländer FABULA`S Papiertheater

Sonntag 3.August 2014

10.30

                    Von den Fischer un siene Fru Invisius

Die Hosen des Herrn v. Bredow Thalia Papiertheater

Der Freischütz Papirniks Papiertheater

Bimbo und sein Vogel FABULA`S Papiertheater ab 4

14.00

Land ohne Musik Vischmarkt Papiertheater

Vom Zauber des Rheins Haases Papiertheater

Ein Sommernachtstraum Erstes Freiburger Papiertheater

Der fliegende Holländer FABULA`S Papiertheater

15.30

Die Schatzinsel Papiertheater Heringsdorf

Hänsel u. Gretel auf Hessisch Hanauer Papiertheater

Ehrengard Svalegangens Dukketeater

Martha oder der Markt zu Richmond Papiertheater am Ring

17.00

Die Zauberflöte Multum in Parvo Papiertheater

Änderungen am Programm vorbehalten.

Der Kartenvorverkauf beginnt ab dem 7. Mai 2014 über die Wolgaster Tourismusinformation: Rathausplatz 10, 17438 Wolgast, Tel. 03836 600118, Fax 03836 233002, E-Mail: stadtinfo(at)wolgast.de
Weitere Informationen dazu folgen auf dieser Seite.

Dienstag, 11. März 2014

Ein Papiertheater für Sylvia Geszty


Der 80. Geburtstag von Kammersängerin Sylvia Geszty
und das Papiertheater


Mit ist die Ehre widerfahren, zum Geburtstag von Sylvia Geszty eingeladen worden zu sein. Am 1. März 2014 versammelte die weltberühmte KÖNIGIN DER KOLORATUR Familie, Freunde und Schüler in Stuttgart um sich und feierte in diesem sehr familiären Kreis ihren 80. Geburtstag. 

Obwohl das Geburtstagskind gebeten hatte, keine Geschenke zu bringen, wollte ich unbedingt ein kleines Papiertheaterbühnchen mit der Szenerie der KÖNIGIN DER NACHT bauen. Sylvia Geszty war ja DIE KÖNIGIN DER NACHT  und  wurde mit dieser Rolle weltberühmt. Das kleine Bühnchen sollte bei ihr zu Hause eine Erinnerung an diese Glanzzeit sein.

Vorbereitung


Ist die Wohnung noch so groß, man hat immer zu wenig Platz. Daher war die erste Forderung, das Bühnchen muß sehr klein sein. Die Szenerie mußte beleuchtbar sein, also war eine einfache elektrische Einrichtung vorzusehen. Die Königin der Nacht mußt so attraktiv sein, um dem strengen Blick der Künstlerin standhalten zu können.

Die Suche nach der Königin der Nacht


Ich selbst habe in meinen Beständen ein  komplettes Set für die ZAUBERFLÖTE. So dachte ich, alles sehr einfach zu haben. Aber nein, die abgebildete KÖNIGIN wurde von meiner Frau verworfen. „Nicht elegant genug!“ hieß es.  Also ging ich auf die Suche bei Sammlern und Händlern. Letzten Endes wurde ich dann doch wieder bei mir zu Hause fündig. Bei der traumhaft schönen Trentsentsky-Figuren für das CONVERSATIONS-STÜCK war eine Figur, die ich sehr leicht zu einer Königin der nacht umarbeiten konnte. Der berühmte Sternenhimmel von Schinkel war bei der Zauberflöten-Ausstattung. Das Vaterland war also gerettet. Ich konnte mit der Arbeit beginnen.

So entstand  die Königin


Aus dem Kopfschmuck machte ich eine Krone und anstelle des züchtig hochgeschlossenen Kleides zeichnete ich einen schönen Ausschnitt. Die neue Figur stellte ich auf eine Mondsichel.

Die Bühne


Um die Figur der Königin baute ich die Bühne. Es sollte der Sternenhimmel aber auch die Königin beleuchtet werden können. Ich brachte also an der Rückwand  und an der Decke der Bühne LED-Streifen an, die ich mit einer 9-V Batterie betrieb und einen Ein-Ausschalter montiert, so daß man bequem das Licht ein und ausschalten kann. Den Sternenhimmel  spannte ich auf eine Kunststoffplatte und setzte ihn vor das hinter Licht. Zugleich versteckt der Sternenhimmel die Batteriehalterung.

Damit das Ganze auch „ein Gesicht bekommt“, überzog ich die Ränder des Proszeniums im ersten Schritt mit einem Goldpapier. Erst danach begann ich das Proszenium aufzukleben und die Außenseite des Bühnchens zu tapezieren.









 Die Figur und die Seitencoulissen klebte ich auf 1,5 mm Sperrholz. Und konnte nach Fertigstellung der Bühne alles sehr leicht mit Holzleim befestigen.


Die Überraschung ist gelungen


Im Laufe des Abends fand sich dann ein geeigneter Zeitpunkt, zu welchem ich dieses kleine Papiertheater der „großen Königin der Nacht“ überreichen konnte. Sylvia Geszty hatte so große Freude, daß sie dieses kleine Bühnchen sofort all ihren Gästen zeigte.

Sonntag, 9. März 2014

DER KASPERL IM PAPIERTHEATER

Eine Provokation für Papiertheaterliebhaber oder eine sinnvolle Weiterentwicklung?

Eingangs muß ich gestehen, es überhaupt nicht zu wissen, ob es bei den sogenannten klassischen Papiertheaterbögen auch eine Kasperl-, Kasper-, Hans  Wurst-, Pulcinella- oder ähnliche Figuren gegeben hat. Ich bin nicht enmal ansatzweise Papiertheatersammler  und verfüge daher auch nicht über die Kenntnis, ob die  Figur des Kasperl Eingang in den Papiertheaterkanon gefunden hat oder nicht.

Jedenfalls weiß ich aber, daß eine sogenannte LUSTIGE FIGUR eingang in das FAUST-Drama des Christopher Marlowe gefunden hat, als man anläßlich dessen Aufführung zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Graz einen Schauspieler suchte, der die Zuschauer in deutscher Sprache durch das sonst in englische gespielten Stück begleiten sollte. Diese LUSTIGE FIGUR wurde letztlich auch in das sogenannte  Volksbuch DER WELTBERÜHMTE DER DOKTOR FAUST aufgenommen, welches von Puppenspielern bis heute verwendet wird.

Da ich mich im weitesten  Sin als Figurenspieler sehe, sind für mich die Grenzen auch viel weiter gesteckt, als für jene Papiertheaterspieler, die sich dem sogenannten "Klassischen Papiertheater" verpflichtet fühlen. Ich habe daher auch keinerlei Scheu vor Innovationen im Spiel auf meinem Bühnchen und ich habe auch vor - ähnlich dem Vorbild des KÖLNER KÄSTECHENTREFFENS - die Darstellungsformen und Spielinhalte ähnlich weit zu fassen.

Papiertheater im Puppentheater

Seit Jahren habe ich die Ehre, als sogenannte Gastbühne im MÖP-Figurentheater, in Mödling bei Wien, mit meinem Bühnchen auftreten zu dürfen. Es wird dort die Kultur des Figurentheaters in seiner vielfältigsten Form gepflegt: von der offenen Spielweise über Objekttheater, Handpuppen, bis zum Papiertheater. Ich habe dort - vor dem Publikum zwischen 5 und 9 Jahren schon meine "Papiertheater-Opern" ebenso gespielt, wie meine Papiertheater-Märchen und Weihnachtsstücke.
Jedesmal aber fragten die Kinder, OB HEUTE AUCH DER KASPERL komme. Bringen die Eltern oder Großeltern die Kinder doch ins KASPERLTHEATER. Es mußten dann immer Erklärungen herhalten, wie :"Der Kasperl hat heute Urlaub" oder "Der Kasperl hat eine schmutzige Hose und kann heute nicht spielen".

Martin Müller vom MÖP spielt seit dem letzten Jahr das Märchen vom NUSSKNACKER - im Papiertheater(!). Ich habe für das MÖP dafür sämtliche Figuren und Bühnenbilder gezeichnet. Bei dem sehr zahlreichen Personal es auch den (sehr schönen) MÖP-Kasperl. So bekam ich die Idee, diese Figur in einem meiner Märchen einzusetzen. Mit Genehmigung des MÖP spielt seit dem 7.3.14 der Kasperl eine kurze Rolle in meinem Stück DER GESTIEFELTE KATER.

Die Figur muss ein Kunststück können

Die Figur des Kasperl ist immer ein Tausendsassa, die sehr frech und respektlos mit allen Problemen des Lebens fertig wird. Ja es gibt sogar ein Wienerlied mit dem vielsagendem Titel DEN KASPERL KANN KANER DERSCHLOGN. Es bestand also die Herausforderung für mich, einer statischen Papiertheaterfigur durch eine Bewegungsmöglichkeit Leben zu verleihen. Bei dieser ersten Version des Kaperls kann ich ich durch einen einfachen Seilzug und einer Feder den Kopf des Kasperls sehr rasch hin- und herwenden. Damit erhält die Figur eine grotteske Beweglichkeit, die nicht real ist.


Der kurze Auftritt bringt den gewünschten Erfolg


Die von mir - für die Bedürfnisse des Papiertheater - erfundene Stegreifhandlung DES GESTIEFELTEN KATER  läßt den KATER nach erfolgreicher Rebhuhnjagd im Wald den Haushofmeister  des Königs treffen, um diesen zu bitten, die Rebhühner mit den besten Grüßen seines Herren, des Graf von Carabas dem König bringen zu wollen. Nach vielen Versuchen, dem - mit ausländischem Akzent sprechenden - Haushofmeister den Namen Graf von Carabas  bei zubringen, wird diese "Bestechung" endlich zum König gebracht.

Genau diese Szene habe ich gewählt und habe anstelle des Haushofmeisters die Figur des Kasperl gestellt. Hier kann ich - sehr zum Gaudium des sehr jugen Publikums - alles Kasper-Möglichkeiten ausprobieren, welche die Kinder vom Kasperltheater kennen.

 
 Es ist mein Prinzip bei allen Stücken, in jedem Bild irgend eine Bewegung in die vornehme Papiertheaterstatik zu birngen. Der Erfolg, den ich bei den ersten beiden Vorstellungen nach dem ROLLENDEBUT des KASPERL hatte, hat mir Recht gegeben. Es gibt einen Dialog zwischen den Figuren und dem Publikum. Das kleine Publikum (aber auch das große) wird dadurch aus der Passivität geholt. Ich bin überzeugt, daß es mir auf diese Weise gelingen wird bei den kleinen Zuschauern einen ANKER gesetzt zu haben. Einen Erinnerungsanker für das PAPIERTHEATER.





Donnerstag, 27. Februar 2014

WORKSHOP: VON DER SCHUHSCHACHTEL ZUM PAPIERTHEATER

Mitte März veranstalte ich gemeinsam mit den MALTESERN einen Workshop für MENSCHEN MIT BESONDEREN BEDÜRFNISSEN. Ich habe dazu meinen Workshop "Von der Schuhschachtel zum Papiertheater" etwas adaptiert, damit die Teilnehmer (gemeinsam mit ihren Helfern) tatsächlich aus der Schuhschachtel eine kleine Papiertheaterbühne bauen  und dann mit den ausgeschnitenen Figuren und Kulissen HÄNSEL UND GRETEL spielen können.

SCHUHSCHACHTELN VORBEREITEN
Ein lieber guter Schuster sammelt für mich leere Schuhschachteln, die, weil geklebt und nicht gefaltet, besonders gut für meine Zwecke zu gebrauchen sind. ich schneide mit dem Messer alles so vor, daß die Teilnehmer nurmehr die Proszeniumsbestandteile aufkleben müssen.

Ganz zu Beginn spiele ich den Teilnehmern mit meiner Bauchladenbühne eine Kurzversion von Hänsel und Gretel vor, um so alle auf die weiteren Schritte einzustimmen und vorbzube- reiten.

AUSSCHNEIDEBÖGEN FÜR DEN WORKSHOP
Auch die von mir selbst entworfenen und gezeichneten Ausschneidebögen habe ich so umgestaltet und vereinfacht, daß sie auch von Menschen mit besonderen Bedürfnissen verwendet werden können. Nachdem bisher an dem Workshop zumeist Kinder teilgenommen haben, habe ich in meinem Workshop-Fundus auch Kinderscheren. Weiters bekommt jeder Teilnehmer einen Klebestifft. Klebstoff, "ordentliche Scheren", Lineal, Bleistifte und weiters Bastelmaterial habe ich stets in meiner "workshopkiste" vorrätig. Die Ausschneidebögen gibt es auch für talentierte Teilnehmer in schwarz/weiß. Damit steht auch einer kreativen Colorierung nichts im Wege. Es ist dies aber auch eine Frage der Zeit.
Das Ausschneidebögenset besteht aus insgesamt 7 Bögen, inkl. genauer Anleitung und Liedtext für den Chor der Zuschauer.

EINFACHHEIT ALS OBERSTES GEBOT
Nachdem an den Workshops (früher hätte man Bastelstunde gesagt:)) zumeist Kinder oder aber auch Großeltern teilnehmen, oder besser gesagt Menschen teilnehmen, die zum ersten Mal ein kleines Theaterchen bauen, habe ich alles so gestaltet, daß auch ohne große Fingerfertigkeit zu einem Ziel gelangt werden kann. Ursprünglich wollte ich sogar mit den Teilnehmern auch die Zeichnungen selbst gestalten. Nach einem Gespräch mit einem Pädagogen, habe ich aber dann doch das Proszenium, die Kulissen und die Figuren selbst gezeichnet. Damit können große Enttäuschungen von nicht so begabten Teilnehmern verhindert werden. Die Figurenführer können je nach Geschick der Teilnehmer auch selbst gebaut werden. Ich verwende dazu ein Klötzchen 10x10 mm in der Länge, welche die Figur benötigt, ein "Grillspießchen" (vom Lebensmittelsupermarkt!) und ein kleines Kartonplättchen, welches an der Unterseite des Klötchens angeklebt wird und 1. zur Stabilisierung der Figur und 2. zum besseren Gleiten dient.

TEILNEHMER GESTALTEN ABSCHLIESSEND  EINE AUFFÜHRUNG
Nachdem alles ausgeschnitten und verklebt ist, lese ich - während die Klebestellen trocknen - den Teilnehmern das Märchen von HÄNSEL UND GRETEL vor und weise dabei auf interessante Dialogstellen zwischen Hänsel und der Gretel bzw. Hexe un den Kindern und auch zwischen Hexe und Gretel hin.
Danach suche ich zwei mutige Teilnehmer, die dann mit meiner Hilfe eine KURZVERSION von "Hänsel und Gretel" auf dem selbstgebauten Theater spielen. Die anderen Teilnehmer singen dazu das Lied "Hänsel und Gretel". Ziwschen den Strophen ermutige ich dann die "Spieler" zu kleinen Dialogen.

Insgesamt rechne ich mit einer Gesamtdauer des workshops von ca. 3 Stunden.

Jeder der Teilnehmer darf dann SEINE BÜHNE mit nach Hause nehmen und damit zu Hause weiterspielen.  Hie und da ist es mir dadurch schon gelungen Interesse am "wirklichen Papiertheater" zu wecken.


ES WAR EIN WUNDERSCHÖNER NACHMITTAG BEI DEN MALTESERN AM BÖRSEPLATZ

So an die 12 Teilnehmer waren zum Workshop gekommen,  "Betreute" und Betreuer vom MALTESER HOSPITALDIENST (http://wien.malteser.at/). Und dies, obwohl an diesem Freitagnachmittag ein prächtiges Frühsommerwetter in Wien herrschte.

Zuerst die Vorstellung zu Kennenlernen

Es ist immer wieder bemerkenswert, wie aufmerksam Menschen sind, sobald ich die Geschichte von HÄNSEL UND GRETEL erzähle. Wie schon angekündigt, erzählte ich die Geschichte diesmal "mit meiner Bauchladenbühne", um den Teilnehmern am Workshop einen Eindruck zu vermitteln, was man dann mit der kleinen Schuhschachtelbühne alles machen kann. Die Zuschauer konnten der "Vorstellung" wie im Kino folgen und dabei Popcorn genießen.

Wir beginnen mit dem Bühnenbau

Die präparierten Schuhschachteln, die Ausschneidebögen und überhaupt alle Hilsmittel hatte ich schon bereit gelegt und so konnten wir dann gemeinsam beginnen, zunächst einmal aus der Schuhschachtel eine kleibne Papiertheaterbühne zu machen.  Es war toll zu beobachten, wie diese besonderen Menschen ihre Behinderungen (teilweise mehrfach) überwinden konnten und sehr konzentriert mit Schere und Klebestift umgingen.


 Es wurden dann  die ausgeschnittenen Kulissen "aufgehängt" und die Figuren auf die Figurenführer geklebt und zu guter Letzt wurde auch noch der Vorhang "montiert".




Wer spielt als erster
Jetzt waren Kurt, Christopher, Claudia und Cecilie schon einmal sehr stolz, welche schöne kleine Theaterbühne sie bauen konnten und es stellte sich die Frage, wer den jetzt so mutig sein würde, die Geschichte für die anderen Teilnehmer zu spielen.
Cecilie meldete sich energisch und wollte gleich ganz allein die Geschichte auf dem Papiertheaterbühnchen spielen.
Ich bat also alle anderen als Publikum vor dem Bühnchen von Cecilie Platz zu nehmen. Ich kündigte Cecilies Premiere mit HÄNSEL UND GRETEL an und alle sangen wir nun einmal die erste Strophe des gleichnamigen Liedes. Dann aber schluß die große Stunde Cecilies und wir wechselten uns im Dialog ganz profihaft und zur Erheitung des Publikums ab und brachten es zum Schluß auch fertig, die Hexe aus dem Schornstein fliegen zu lassen. Großer Applaus für Cecilie.
Aber auch Christopher wollte es probieren und so machten wir alles bereit, damit er in seinem Rollstuhl sitzend auch gut die Figurenführer handhaben konnte. Cecilie war wieder mit der von der Partie und half dem Christopher schon sehr routiniert. Also mußte die Hexe ein zweites Mal aus dem Schornstein sausen. Sie hatte aber vorher Cecilie versprechen müssen wieder zu kommen, weil Cecilie Hexen gerne hat.
Selbstverständlich durfte jeder Theaterbesitzer seine Bühne mit nach Hause nehmen.

Großes Lob und vielen Dank möchte ich an dieser Stelle allen betreuenden Maltesern aussprechen, die diesen Dienst mit großer Freude und viel Einsatz ehreamtlich ausführen. Ihre Hilfe hat besonders zum guten Gelingen und zur guten Stimmung an diesem Nachmittag beigetragen.








Samstag, 26. Oktober 2013

Gevatter Tod


DIE SCHAURIG SCHÖNE GESCHICHTE VOM GEVATTER TOD


Eine Collage aus einem Märchen und Bruchstücken des Berner Totentanzes


Vor sehr vielen Jahren hatte ich die Gelegenheit, im Rahmen des Figurentheaterfestivals  in Mistelbach eine Aufführung des Märchens aus der Sammlung der  Gebrüder Grimm “GEVATTER TOD“  zu erleben, welche in grandioser Weise ein Schweizer Puppenspieler mit Handpuppen dargeboten hat. Als ich dann, Jahre später,  im Berner Stadtmuseum den BERNER TOTENTANZ kennenlernte, war es für mich wie ein zündender Funke, mich dieses Themas auf der Papiertheaterbühne anzunehmen.
 

GEVATTER TOD

Das Märchen aus der Grimmschen Sammlung ist ein sehr kurzes und ein wunderschönes Gleichnis, wie achtsam man mit seinem Können  und Begabungen umgehen sollte.

Der TOD,  welcher vom armen Mann für sein 13. Kind zum Taufpaten auserkoren wird und dabei den Vorzug vor dem LIEBEN GOTT und dem TEUFEL bekommen hatte, läßt dieses Kind Medizin studieren. Als Taufgeschenk erhält der fertige Arzt ein Wunderkraut, welches er jenen Patienten geben soll, bei welchen er den TOD am Kopfende des Krankenbettes  sieht, worauf diese sofort geheilt werden. Sollte er den TOD jedoch am Fußende des Krankenbettes sehen, so müsse er diesen Patienten dem TOD überlassen. Niemals dürfe er den TOD dabei betrügen. Es kommt wie es kommen muß und der junge Arzt wird weltberühmt. Eines Tages wird dieser berühmte Arzt an das Krankenbett des sterbenskranken Königs gerufen, wo der Arzt den TOD am Fußende des Bettes erkennt. Die vielen Versprechungen des Königs lassen den Arzt sein Wort, welches er dem TOD gegeben hatte, vergessen und veranlaßt, daß das Bett gedreht werden solle. Dadurch übertölpelt er den Tod, kann den König heilen und wird reichlich beschenkt.  Trotz der Drohungen des Todes, sich für diesen Betrug zu rächen, passiert es, daß, viele Jahre später, der gleiche Betrug zur Heilung der todkranken Prinzessin vollzogen wird.  Daraufhin nimmt der Tod den Arzt in sein Reich und zeigt ihm die Lebenslichter der Menschen und bläst ohne Gnade das Lebenslicht des Arztes aus.
 

TOTENTANZ

Als Totentanz bezeichnet man jene bildlichen Darstellungen aus dem 14. Und 15. Jahrhundert, an – zumeist – Friedhofsmauern, Kirchenfenstern und Beinhäusern, die den Menschen vor Augen führen sollen, wie gerecht der Tod ist. Nur er mache keinen Unterschied zwischen arm und reich, zwischen Kaiser und armen Mann, zwischen Gottesdiener und Bösewicht. Die bildliche Darstellung wurde dafür gewählt, um die Botschaft auch jenen Menschen geben zu können, die nicht lesen und schreiben konnten.
 

PAPIERTHEATERSTÜCK

Für mich  stellte sich nun die Aufgabe, das Grimm‘sche Märchen zu dramatisieren, ein passendes Bühnenbild zu schaffen, die Figuren für dieses Stück auszuwählen und eine Musik für das ganze zu finden.

Drei Spielflächen

Bei der Konzeption hatte ich die Idee, die Geschichte erstens auf drei verschiedenen Spielflächen aufzuteilen:
·         Die Vorgeschichte
·         Die Lebensumwelt des jungen Arztes
·         Das Reich des Todes bzw. die Räume des Königs und der Prinzessin.

Für die Vorgeschichte – die Auswahl des Taufpaten (Gevatter) – sah ich die Vorbühne vor, welche durch eine Buschlandschaft von der späteren Lebensumwelt des Arztes getrennt erscheint.

Die zweite Spielfläche, eine fiktive alte Stadt, als Lebensumwelt des Arztes, stellte ich vor einer kleinen Mauer, in welcher Lichter in Laternen brennen. Diese sollten späterhin die Lebenslichter sein. Hinter der Mauer stellte ich die Konturen der Stadt als Schattenriß.
 
Jene Spielteile, die im Reich des Todes bzw. des Königs spielen, werden auf dem Niveau der Mauerkrone angesiedelt.  Es ist die Abgehobenheit aus dem Alltag der Menschen, was damit symbolisiert werden soll.

Einfügung von Elementen des Totentanzes

Aus den über zwanzig Szenen des Berner Totentanzes wählte ich sechs aus, um diese zu Beginn, nach den „Betrugs-Szenen“ und zum Schluß des Stückes einzubauen. Für den Beginn und die Schlußsequenz wählte ich die Darstellung der musizierenden Gerippe im Beinhaus. Für die Tanzsequenzen wählte ich die Figuren

·         des Kaisers
·         Des armen Mannes
·         Des Kaufmannes und
·         Des Arztes aus.
 



 


Die Figuren des Stückes


Die Bilder des Berner Totentanzes waren für mich so sprechend, daß ich mich daran machte, diese Figuren nachzuzeichnen und für meine „Rollen“ des Stückes zu adaptieren. Auf diese Weise entstanden die Figuren des unglücklichen Vaters, auf der Suche nach dem Paten, seine Frau, der Liebe Gott, der Teufel,  der junge Arzt, 3 Frauen und 3 Männer – welche vom Werdegang des Arztes erzählen, ein Herold, ein Vertrauter des Königs, der Kaiser, der arme Mann und der Kaufmann.

Die Figur des Todes und jene des „Sensenmannes, welcher das Lebenslicht ausbläst“  habe ich eigenständig gezeichnet und den anderen Figuren angepaßt. Die Figur des Todes wurde letztlich eine filigrane Laubsägearbeit, welcher ich zuletzt einen schwarzen Chiffon-Mantel übergelegt habe. Tod trägt als Kopfbedeckung eine schwarze „Gugel“.


 

Die Kulissen des Stückes


Für die Eingansszene habe ich Nachdrucke von „Waldkulissen“  aus dem 19. Jahrhundert gewählt. Gemeinsam mit der Buschlandschaft ergibt dies eine eigenständige Szenerie, welche die Lebenswelt des unglücklichen Vaters, z.B. als im Wald lebender Taglöhner, darstellt.



 
 


Die alte Stadt mit der Mauer und dem Schattenriß habe ich erfunden und selbst entwickelt. Der Schattenriß wird bei der Aufführung hinterleuchtet, um das Gefühl zu verstärken, nur Schatten zu von Häusern zu sehen. 



 


Für das Reich des Todes habe ich ein Prospekt mit einem zentralperspektifischen Ausgang, so quasi als Fluchtpunkt einer dunklen Säulenhalle entwickelt. Diese Säulenhalle habe ich auch durch entsprechende Seitenkulissen verstärkt. Der Prospekt kann gewechselt werden: Krankenlager des Königs, Prinzessin, bzw. Beinhaus (mit beweglichen Gerippen).
 



 


Zu den Kulissen zähle ich auch das Himmelbett des Königs, bzw. jenes der Prinzessin, welche „umgedreht“ werden können.

 








Die Musik zum Stück


Ursprünglich hatte ich die Idee, einen mir bekannten Drehleierspieler zu ersuchen, eine entsprechende Musik für dieses Stück zu spielen. Doch wurde diese Idee von jener übertroffen, die Prinzipalin des Möp-Figurentheaters, Katharina Mayer-Müller, zu ersuchen, Orgelimprovisationen dazu einzuspielen. Katharina Mayer-Müller hat Klavier und Orgel studiert und fungiert in mehreren Kirchen als Organistin. Sie hat dieser Idee sofort zugestimmt und letztlich großartige leitmotivische Orgelimprovisationen für die einzelnen Szenen eingespielt.
 
Bei diesem Stück alle Stimmen zu sprechen - wie immer auch die Frauenstimmen - war eine große Herausforderung für mich, die mir aber auch wieder großes Vergnügen bereitet hat.  Gemeinsam mit meinem langjährigen Tonmeister, Alexander Scherzer, konnte ich sogar "die Chöre" singen. 

Geschichte des Stückes


Obwohl DIE SCHAURIG SCHÖNE GESCHICHTE DES GEVATTER TODES schon im Oktober 2011 auf die Papiertheaterbühne kam, wurde es erst 9 Mal aufgeführt. Es ist ja eigentlich wie ein Märchenstück, welches man auf Grund der Thematik immer nur so um die Zeit des Novembers (Totengedenken) aufführen kann. Der Begriff TOD hält sehr viele Menschen davon ab, das Stück von sich aus zu verlangen bzw. hält auch viele Menschen davon ab es überhaupt ansehen zu wollen. Ich bin aber sicher, daß die Qualität des Stückes so gut ist, daß es die Zeiten überstehen und auch noch in vielen Jahren aufgeführt werden kann.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass  ein sehr interessanter Artikel über DIE SCHAURIG SCHÖNE GESCHICHTE VOM GEVATTER TOD  im Mitteilungsblatt der Europäischen Totentanz-Vereinigung e.V. http://www.totentanz-online.de/totentanz.php  (15. Jahrgang, November 2013, Heft 175) erschienen ist.
 
NACHTRAG vom 2.11.2013:
Leider verfüge ich nicht über eine elektronische Ausgabe von TOTENTANZ AKTUELL. Daher habe ich die Seiten eingescannt und füge sie auf diese Weise diesem Beitrag zu: